Glossar - Themenbereich Fahrrad / Begriffe und Erläuterungen

Von A wie ADFC bis zu Z wie Zweiradkriminalität, in unserem Glossar finden Sie eine Erklärung der wichtigsten Begriffe rund ums Rad. Weitere Erklärungen finden Sie auch im Glossar des NLStBV.

 

 

ADFC
Akronym von:
Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club e.V.

Der ADFC ist ein bundesweiter, gemeinnütziger Verein mit mehr als 140.000 Mitgliedern. Er ist die Interessen­vertretung der Alltags- und Freizeitradler und arbeitet in den Schwerpunkten: Er ist eine Interessenvertretung der Alltags- und Freizeitradler und arbeitet in den Schwerpunkten: Verkehrsplanung, Verkehrspolitik und Tourismus.

Anliegerstraße

Gemeinde- oder Privatstraße, die hauptsächlich für den Zugang oder die Zufahrt zu den an ihr gelegenen und dem Wohnen oder der wirtschaftlichen Betätigung dienenden Grundstücken bestimmt ist.

Autogepäckträger

Ein Autogepäckträger ist eine Vorrichtung, die an oder auf ein Kraftfahrzeug montiert wird, um den Transport von Gepäck oder sperrigen Gegenständen zu erleichtern bzw. zu ermöglichen. In der Regel kann der Gepäckträger auf folgende Art montiert werden:
- auf dem Dach,
- am Heck (durch Montage an der Heckklappe oder an der Anhängerkupplung).

Der Gebrauch von Autogepäckträgern steigert den Verbrauch des Kraftstoffs, da sie den Luftwiderstand des Fahrzeugs erhöht. Heckseitig montierte Träger schneiden bei dieser Betrachtung besser ab, da sie sich im Wind­schatten des Wagens befinden. Laut ADAC steigt der Verbrauch je nach Modell, Beladung und Geschwindigkeit um 10 bis 50 Prozent. Dachgepäckträger müssen eine hohe Festigkeit aufweisen, sollten flexibel einsetzbar sein und nur geringe Wind­geräusche während der Fahrt entwickeln.

Bed&Bike
Definition:
Synonym für fahrradfreundliche Gast- und Beherbergungsbetriebe.

Synonym für fahrradfreundliche Gast- und Beherbergungsbetriebe

Der ADFC hat Qualitätskriterien für fahrradfreundliche Beherbergungsbetriebe definiert und zertifiziert fahrrad­freundliche Bett+Bike-Gastbetriebe. Diese sind, weil sie festgelegte Kriterien erfüllen, mit der Bett+Bike-Plakette und dem aktuellen Jahresaufkleber ausgezeichnet. Zu diesen Kriterien gehört, dass Radtouristen auch für nur eine Nacht aufgenommen werden, eine sichere Abstellmöglichkeit für Fahrräder geboten und Werkzeug für kleinere Reparaturen sowie Kartenmaterial bereit gehalten wird.

Bike&Ride

Kombination von Bahnhof und Fahrradstation zur Ermöglichung des komfortablen Kombinierens von Fahrrad- und Bahnnutzung.

Bikekitchen

Eine typische Bikekitchen besteht aus einem Raum, der als Fahrradwerkstatt genutzt werden kann, mit entsprechender Fahrradwerkzeug-Ausstattung. Die Benutzer können dort selbst ihr Fahrrad reparieren. Sie erhalten Hilfe und Reparaturtipps und können auf einen Fundus gebrauchter Fahrradteile zurückgreifen. Einige Bikekitchens verkaufen zusätzlich gebrauchte Fahrräder und bieten Reparaturkurse an.
Ein zweiter Bestandteil ist das gemeinsame Kochen und Essen nach der Werkstattzeit. Dadurch soll der rein technische Aspekt einer Werkstatt erweitert werden, auf den Gedanken einer Gemeinschaft und gemeinschaftlichen Aktivität. Das Konzept ähnelt dem der Volxküchen.
Viele Bikekitchens arbeiten unkommerziell in Selbstverwaltung. Ab einer gewissen Größe sind organisatorische Strukturen typisch, um die Finanzierung zu sichern, die Grenze zur Kommerzialität ist fließend. Bikekitchens haben allerdings in der Regel keine Gewinnerzielungsabsicht und keinen gewerblichen Charakter. Typisch ist die Finanzierung auf Spendenbasis, möglich sind auch feste Stundensätze für die Benutzung. Auch für Menschen ohne Geld soll die Benutzung möglich sein. Dann erfolgt die "Gegenleistung" durch das Leisten von praktischer Hilfe.
Der Name "Bikekitchen" ist nicht geschützt. Einige Werkstätten wandeln ihn ab, so z.B. die "VeloKitchen Dortmund".

Bund Deutscher Radfahrer e.V.

Der Bund Deutscher Radfahrer e.V. (BDR) ist der Verband für Radsportler im Deutschen Olympischen Sportbund. Er hat seinen Sitz in Frankfurt am Main und ist in 17 Landesverbände unterteilt. Die rund 2500 angeschlossenen Vereine haben zusammen rund 135.000 Mitglieder (Stand 2008). Der BDR ist Mitglied des Weltradsportverbandes Union Cycliste Internationale (UCI) und des europäischen Verbandes Union Européenne de Cyclisme (UEC).

Aufgaben
Der BDR regelt die Aktivitäten von organisierten Leistungs- und Breitensportlern. Dazu gehört die Veranstaltung von Trainingslagern, Wettkämpfen sowie die Ausbildung von Trainern und die Jugendarbeit. Für die Teilnahme an Renn- und Breitensportveranstaltungen vergibt der BDR über seine Landesverbände Startberechtigungen in Form von Lizenzen und Wertungskarten. Hierbei achtet der BDR sehr auf die Anerkennung als allein vertretender Fachverband aller Radfahrer. Deshalb gestaltet sich die Abstimmung und Kooperation im Sportbetrieb mit anderen Radfahrer-Verbänden nicht immer einfach, zum Beispiel im Bereich Kunstrad mit dem RKB Solidarität oder im Bereich Einrad mit dem Einradverband Deutschland und dem RKB Solidarität. Im Rahmen der Lobbyarbeit des Verbandes setzt der BDR sich auch für die Belange von Radsportlern und Hobby-Radfahrern im Straßenverkehr ein, engagiert sich aber nicht in dem Maße im Straßenverkehr wie beispielsweise der ADFC. So hat der BDR zum Beispiel die Petition gegen die Radwegbenutzungspflicht nicht mitunterzeichnet und auch keine Stellungnahme dazu veröffentlicht.

Internationale Veranstaltungen
Seit 1895 veranstaltete der Bund Deutscher Radfahrer 38-mal UCI-Weltmeisterschaften in verschiedenen Radsportdisziplinen. Zuletzt organisierte der BDR im Jahre 2003 Bahn-Weltmeisterschaften in Stuttgart und sprang damals kurzfristig für das chinesische Shenzhen ein. Die dort geplanten Weltmeisterschaften wurden wegen der SARS-Epidemie in Südostasien abgesagt. Im Februar 2014 wurde bekannt, dass sich der BDR mit einen "Drei-Stufen-Plan" um die UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 2019 oder 2020 bewerben will. Austragungsort soll das Velodrom in Berlin sein. Zuvor sollen in Berlin UEC-Bahn-Europameisterschaften und ein Bahnrad-Weltcup stattfinden.

Critical Mass

Critical mass (engl., dt. kritische Masse) ist eine international verwendete Form der direkten Aktion, bei der sich mehrere nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer (hauptsächlich Radfahrer) scheinbar zufällig und unorganisiert treffen, um mit gemeinsamen und unhierarchischen Fahrten durch Innenstädte, ihrer bloßen Menge und dem konzentrierten Auftreten von Fahrrädern auf den Radverkehr als Form des Individualverkehrs aufmerksam zu machen und "... mit dem Druck der Straße mehr Rechte für Radfahrer und vor allem eine bessere Infrastruktur und mehr Platz einzufordern."

 

Die erste "critical mass" genannte Aktion fand im September 1992 in San Francisco statt. Seit diesem Start treffen sich Radfahrer weltweit mehr oder weniger regelmäßig zu gemeinsamen Fahrten durch die Städte. Von Stadt zu Stadt gibt es verschiedene Umgangsweisen mit Verkehrsregeln und Autos sowie der Polizei: Eine "critical mass" hat keinen Verantwortlichen sowie keine zentrale Organisation (lediglich einen Urheber): Critical-Mass-Aktionen entstehen, wenn irgendeine Person sich einen Ort und einen Zeitpunkt überlegt und zu einer gemeinsamen Fahrt via Internet, Plakate, Mundpropaganda oder einem ähnlichen Kanal aufruft und damit Ort und Zeitpunkt bekannt gibt. Wenn sich daraufhin genügend Menschen einfinden, um gemeinsam zu fahren, findet die CM statt.

Critical Mass im deutschen Sprachraum
Mehr als 15 Radfahrer dürfen nach § 27 StVO einen geschlossenen Verband bilden, der allerdings als solcher für andere Verkehrsteilnehmer deutlich erkennbar sein muss. Für diesen Verband gelten sinngemäß die Verkehrsregeln eines einzelnen Fahrzeuges und er hat z.B. - als wäre er etwa ein Sattelzug - in einem Zug über eine Kreuzung mit Ampel zu fahren, selbst wenn diese zwischenzeitlich auf Rot umschaltet. Dies wurde durch ein Urteil des Landgerichts Verden 1989 bestätigt. Aus dem gleichen Grund darf er z.B. erst dann links abbiegen, wenn die Lücke im Gegenverkehr für die Passage des ganzen Verbandes ausreicht. Für Radfahrer eines Verbandes gilt zudem nicht die Radwegbenutzungspflicht nach § 2 Abs. 4 StVO und sie dürfen auf der Fahrbahn zu zweit nebeneinander fahren. Die erste deutsche Critical Mass wurde im September 1997 in Berlin ins Leben gerufen. Anfangs nahmen nur zehn bis 20 Fahrer teil. Nach einem halben Jahr waren es schon circa 400 bis 500 Menschen, die regelmäßig gemeinsam fuhren. Nach einer Pause finden in Berlin seit Dezember 2006 wieder regelmäßig Fahrten statt. In Hamburg finden monatlich Critical-Mass-Fahrten statt. Im Juli 2009 trafen sich dort etwa 250 Fahrräder; im Sommer 2012 waren es über 1500, am 30. August 2013 wurden schon 3252 gezählt, am 30. Mai 2014 waren es 5155 Fahrräder.

 

 

Deutsches Fahrradmuseum
Deutsches Fahrradmuseum Bad Brückenau

DAS DEUTSCHE FAHRRADMUSEUM - Im Mai 2004 eröffnete in Bad Brückenau das Deutsche Fahrradmuseum. Dort findet die umfassendste deutsche Sammlung historischer Fahrräder von Ivan Sojc mit 230 Fahrzeugen auf zwei Etagen Ausstellungsfläche einen stilvollen Rahmen. Damit ist in Deutschland der bahnbrechenden Erfindung des Freiherrn von Drais die Bedeutung zugekommen, die ihr gebührt. Seine Laufmaschine markiert den Anfang des modernen Landverkehrs, das Überwinden von großen Distanzen mit eigener Muskelkraft. In allen großen Fahrradnationen wie Frankreich, England, USA und selbst in Japan gibt es längst nationale Fahrradmuseen. Das Deutsche Fahrradmuseum ist sowohl Zentrum für Fahrradgeschichte, als auch ein Ort für nationale und internationale Fahrradtreffen.

Durchgangsstraße

Straße durch ein bebautes Gebiet, bei deren überwiegendem Verkehrsanteil die Fahrtquellen und Fahrtziele außerhalb dieses Gebietes liegen.

Durchgangsverkehr

Summe der Verkehrsvorgänge durch ein festgelegtes Gebiet, deren Ziele und Quellen außerhalb dieses Gebietes liegen.

E-Bike

Ein Elektrorad, auch Elektrofahrrad, E-Fahrrad, E-Rad, E-Bike oder eBike genannt, ist ein Fahrrad, das von einem Elektromotor angetrieben wird. Als Pedelec wird ein solches Elektrorad dann bezeichnet, wenn die elektrische Fahrunterstützung nur durch Pedalieren / Treten abgefordert werden kann.

Elektrofahrrad

Ein Elektrorad, auch Elektrofahrrad, E-Fahrrad, E-Rad, E-Bike oder eBike genannt, ist ein Fahrrad, das von einem Elektromotor angetrieben wird. Als Pedelec wird ein solches Elektrorad dann bezeichnet, wenn die elektrische Fahrunterstützung nur durch Pedalieren / Treten abgefordert werden kann.

Europäischer Radfahrerverband

European Cyclists' Federation (kurz ECF, deutsch Europäischer Radfahrer-Verband) ist der Dachverband euro­päischer Organisationen, die ihre Tätigkeit der Förderung des Fahrrad-Verkehrs widmen. Es handelt sich um eine Nichtregierungsorganisation unter belgischem Recht mit Sitz in Brüssel. Der ECF wurde im Jahr 1983 von zu­nächst 12 europäischen Fahrradorganisationen gegründet.

Dem ECF gehören derzeit 56 Organisationen aus 38 Ländern an. Aus dem deutschsprachigen Raum sind das der deutsche ADFC, der HPV Deutschland e.V., das österreichische ARGUS Fahrradbüro und die relativ junge Interessengemeinschaft Fahrrad und die Pro Velo Schweiz. Daneben gibt es eine Unterstützungsorganisation aus Japan sowie 15 so genannte assoziierte Mitglieder, unter anderen aus den USA, Kanada und Australien.

Der ECF hat das Ziel, die Aktivitäten der Mitgliedsorganisationen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene im europäischen Rahmen zu vernetzen. Dazu sieht er seine Aufgabe darin, ein günstiges Klima für den Fahrradver­kehr in der Verkehrs-, Umwelt- und Tourismuspolitik zu schaffen. Dies soll durch ein dichtes Netzwerk zwischen den Fahrradgruppen und Politik, Industrie, Medien, Planern, Bahngesellschaften und dem Tourismus erreicht werden. Besonders erwähnt werden dazu die Kontakte zum EU-Parlament, der EU-Kommission, zur Europä­ischen Verkehrsministerkonferenz sowie zur UN-Wirtschaftskommission für Europa.

Zudem bietet der ECF Unterstützung bei der Verkehrswegeplanung, der Schaffung von Fahrradeinrichtungen wie Abstellanlagen oder Parkhäusern sowie der Entwicklung der Intermodalität (der effektiven Nutzung verschiedener Verkehrsmittel) an. Eine wichtige Aktivität des ECF besteht in der Entwicklung und Förderung eines europäischen Fahrradrouten-Netzes, auch EuroVelo genannt.

Fahrbahn

Aus Fahrstreifen und Randstreifen bestehender, zusammenhängend befestigter Teil der Straße.

Fahrbahnbreite

Abstand der Fahrbahnränder rechtwinklig zur Fahrbahnachse.

Fahrrad-Onlineregistrierung

Registrierung von Fahrrädern mittels in den Fahrradrahmen eingestanzter Buchstaben- und / oder Zahlenkombi­nationen (Rahmennummern) über Internet-Portale der Polizeidirektionen (z.B. über www.pd-bs.polizei-nds.de/dienststellen/polizeiinspektion_braunschweig/themen/-1146.html).

Fahrradabstellanlage

Eine Fahrradabstellanlage, Fahrradabstellplatz oder einfach Abstellanlage (umgangssprachlich auch Fahrrad­ständer genannt) ist eine bauliche Einrichtung zum Abstellen von Fahrrädern. An den Orten, an denen üblicher­weise Fahrräder oft abgestellt werden, kann man eine Vielzahl von technischen Hilfen zum Fahrradparken finden. Nicht selten sind sie kombiniert mit einer Fixierungsmöglichkeit, so dass man das Fahrrad anschließen kann. Solche öffentliche und private Fahrradständer werden auch als Fahrradabstellanlagen, Fahrradparksystem, Fahr­radhalter oder Radstation bezeichnet. Insbesondere an Schulen, vor Schwimmbädern, Bahnhöfen und Ge­schäften findet man diese Einrichtungen.

Fahrradakademie

Die Fahrradakademie am Deutschen Institut für Urbanistik bietet Fortbildungen an. Diese umfassen Seminare, Workshops, Exkursionen und weitere Veranstaltungen zu aktuellen Themen der Radverkehrsförderung. Mit unserem Angebot wollen wir Sie dabei unterstützen, in Ihrer Praxis neue Chancen für den Radverkehr zu nutzen und aktuelle Herausforderungen zu meistern.

Fahrradanhänger

Fahrradanhänger gibt es u.a. für Kinder-, Hunde- und den Lastentransport. Einsatz finden sie im Alltagsverkehr, ebenso wie auf Reisen.

Rechtliche Situation:
Der Betrieb von Anhängern hinter Fahrrädern birgt besondere Sicherheitsrisiken, insbe­sondere wenn darin Kinder befördert werden sollen. In der Straßenverkehrsordnung StVO ist die Beförderung von Personen in Fahrradanhängern geregelt. Laut § 21 Abs. 3 Satz 1 StVO dürfen nur Kinder unter 7 Jahren von mindestens 16 Jahre alten Personen auf dem Fahrrad mitgenommen werden, wenn für die Kinder geeignete Sitze vorhanden sind und durch entsprechende Vorrichtungen verhindert wird, dass die Füße der Kinder in die Speichen geraten. In § 21 Abs. 3 Satz 2 StVO ist die Mitnahme von Kindern in Anhängern hinter Fahrrädern geregelt. Es dürfen bis zu zwei Kinder unter 7 Jahren in dafür vorgesehenen Anhängern mitgenommen werden. Die Person auf dem Zugfahrrad muss auch hier mindestens 16 Jahre alt sein. Die Begrenzung auf das vollendete siebte Lebensjahr gilt nicht für die Beförderung eines behinderten Kindes. Lastenanhänger dürfen natürlich nicht zum Transport von Personen benutzt werden!

Ab welchem Alter die Kinder im Anhänger mitgenommen werden, hängt vom Verantwortungsbewusstsein der Eltern und natürlich auch von der entsprechenden Ausrüstung oder dem Zubehör des Anhängers ab, da die namhaften Hersteller für verschiedene Altersstufen unterschiedliche Sitz- und Gurtvorrichtungen anbieten.

Fahrraddiebstahl

Der Begriff Fahrraddiebstahl (schweiz.: Velodiebstahl) bezeichnet die widerrechtliche Wegnahme eines oder mehrerer Fahrräder oder deren Bauteile.

Fahrradkurier

Fahrradkuriere führen Kurierdienste im Bereich von Kleintransporten mit Hilfe von Fahrrädern durch. Ihr haupt­sächliches Einsatzgebiet sind Mittel- und Großstädte, in denen das Fahrrad eines der schnellsten Transportmittel darstellt (unterhalb von 5 km Entfernung sind Radfahrer i.A. von Tür zu Tür 30 % schneller als Kfz-Nutzer).

Fahrradparkhaus

Analog zu Parkhäusern für Autos gibt es in größeren Städten Fahrradparkhäuser, um den knappen inner­städtischen Raum besser auszunutzen und den Straßenraum von geparkten Fahrrädern (so genanntem ruhendem Verkehr) zu entlasten.

Geschlossene und bewachte Fahrradparkhäuser bieten gegen Gebühr Schutz auch für hochwertige Räder.

Fahrradregistrierung

Registrierung von Fahrrädern mittels in den Fahrradrahmen eingestanzter Buchstaben- und / oder Zahlen­kombinationen (Rahmennummern) z.B. bei Polizeidirektionen zum Nachweis und zur Zuordnung gestohlener Fahrräder.

Fahrradschloss

Ein Fahrradschloss ist ein spezielles Schloss zur Sicherung vor Fahrraddiebstahl. Verschiedene Bauarten und deren Ausführungen bieten dabei unterschiedlich guten Schutz gegen verschiedenartige äußere Angriffe. Bei der Auswahl muss deswegen stets ein Kompromiss zwischen Gewicht und Handhabung, dem Preis, auch in Relation zum Fahrrad, sowie dem gewünschten Schutz getroffen werden.

Fahrradstation

Räumlichkeit, die zumindest drei Grundfunktionen erfüllt: kostenpflichtiges, bewachtes Abstellen von Fahrrädern in geschlossenen Räumen; Verleih von Fahrrädern und der Reparaturservice für Fahrräder.

Fahrradstraße

In der Straßenverkehrsordnung (StVO) und der Verwaltungsvorschrift (VwV) zur STVO wird die Einrichtung von Fahrradstraßen geregelt. Hier wird beschrieben, zu welchem Zweck und unter welchen Voraussetzungen Fahrradstraßen eingerichtet werden können.

Durch die Kennzeichnung als Fahrradstraße wird eine Fahrbahn primär dem Radverkehr zur Verfügung gestellt. Dies kann nach der Verwaltungsvorschrift zur StVO (VwV-StVO) dort erfolgen, wo der Radverkehr die vorherrschende Verkehrsart ist oder dies alsbald zu erwarten ist. Damit Grundstückszufahrten und wichtige Verbindungen auch weiterhin erreichbar sind, ist es in der Regel erforderlich, Kfz-Verkehr zuzulassen. Dies geschieht mit einem entsprechenden Zusatzschild.

Mit der Neufassung der Straßenverkehrsordnung gilt ab 1. April 2013: Alle Verkehrsteilnehmer dürfen nicht schneller als 30 km/h fahren. Die Zulassung des Kfz-Verkehrs nur in einer Fahrtrichtung ist auch möglich, wobei der Radverkehr dann in beiden Richtungen fahren darf. Somit können auch für Radverkehr in Gegenrichtung freigegebene Einbahnstraßen als Fahrradstraßen gekennzeichnet werden. Von der baulichen Gestaltung her sind Fahrradstraßen in ihrer Ausgestaltung den Straßen in Tempo-30-Zonen ähnlich. Gemeinsame Fahrten mit dem Rad werden attraktiver, da Radfahrer hier bevorrechtigte Verkehrsteilnehmer sind und nebeneinander fahren können. Fahrradstraßen sind in besonderer Weise geeignet, das Fahrradklima einer Stadt zu verbessern.

Fahrradträger

Ein Fahrradträger ist eine Vorrichtung, welche die Mitnahme eines Fahrrades mit einem anderen Fahrzeug (z.B. Auto oder Kleinbus) ermöglicht. Der Träger schafft bei vielen Fahrzeugen überhaupt erst die Möglichkeit, die relativ sperrigen Fahrräder in einem Stück mitzuführen und sorgt zudem für eine auf Fahrräder angepasste Be­festigungsmöglichkeit.

Es werden folgende Bauformen unterschieden:
- Dachträger (Bauform des Dachgepäckträgers für den Radtransport),
- Kupplungsträger werden auf dem Kugelkopf der Anhängerkupplung durch Kraftschluss mittels Reibung aufge­klemmt,
- Heckträger werden am Fahrzeugheck/Heckklappe befestigt,
- Deichselträger werden zum Beispiel auf der Deichsel von Wohnwagen befestigt,
- Träger bzw. Befestigungsystem für den Transport innerhalb von Fahrzeugen (z.B. Wohnmobile oder Klein­busse).

Fahrradversteigerung

In vielen Kommunen werden Fahrräder, die nicht innerhalb einer gewissen Frist (z.B. ein halbes Jahr) vom Eigentümer bzw. vom Finder abgeholt werden, öffentlich gegen Höchstgebot versteigert.

Fahrraum

Fahrbahnband mit dem umgebenden Raum, so weit er die Fahrer optisch beeinflussen kann.

FVAG
Fahrrad- und Verkehrs-AG des ASTA der TU Braunschweig

Die FVAG ist als als Ansprechpartner rund um Fahrradreparaturen und alternative Verkehrsplanung in Braunschweig tätig.

Geh- und Radweg, gemeinsamer

Straßenbegleitender oder selbständig geführter Weg für den Fußgänger- und Radverkehr mit Benutzungspflicht für den Radverkehr.

Gepäckträger

Auf einem Gepäckträger wird Gepäck transportiert, ebenso können Fahrradtaschen befestigt oder je nach Modell auch andere Fahrradteile (wie Schutzbleche, Lampe, Flaschenhalter, o.ä.) angebracht werden.

Es wird unterschieden in Vorderradträger als auch Lowrider und Hinterradträger, je nach Hersteller werden unterschiedliche Werkstoffe bei der Herstellung verwendet.

Intermodalität

Nutzung verschiedener Verkehrsmittel für eine Wegstrecke. Eine klassische Form der Intermodalität ist die Fahrt mit dem Fahrrad zum Bahnhof, das Umsteigen in den Zug und dann in den Bus.

Jedermann-Rennen

Ein Jedermannrennen ist ein Wettkampf, an dem man ohne formale Zulassungsvoraussetzungen wie etwa Lizenzen, Ranglistenplätze und/oder Einladungen teilnehmen kann. Eine Teilnahme an einem solchen Wettkampf steht grundsätzlich jedem ohne solche Voraussetzungen offen, sofern er die oft notwendigen Teilnahmegebühren im Vorfeld entrichtet.

Jedermannrennen finden mit unterschiedlichsten Teilnehmerzahlen und verschiedensten Hintergründen statt. Zu den großen Jedermannrennen zählen etwa der New-York-City-Marathon mit 37.000 Teilnehmern (2004), das weltgrößte Radrennen, die Cape Argus Pick'N'Pay Cycletour in Kapstadt, Südafrika mit mehr als 40.000 Teilnehmern (2001), die Vattenfall Cyclassics in Hamburg als Europas größtes Radsportevent für Jedermänner mit 22.000 Teilnehmern (2008) oder auch Originaletappen der Tour de France.

Der German Cycling Cup ist die größte deutsche Rennserie für Jedermannrennen mit 25.000 Buchungen, die der Bund Deutscher Radfahrer und der Verband Deutscher Radrennveranstalter veranstalten.

Kinderfahrradsitz

Kindersitze zur Mitnahme eines Kindes, die auf bzw. am Fahrrad montiert werden.

Fahrradsitz vorne: Ein Fahrradsitz zwischen Lenker und Sattel oder ein Fahrradkindersitz, der über dem Vorderrad hängt. Der Fahrer kann so das Kind sehen und mit ihm sprechen; enger Kontakt ist gegeben. Aber: Bei einem Unfall bieten Fahrradkindersitze vorn wegen der kurzen Rückenlehne und fehlenden Nackenstütze kaum Schutz. Beim Auf- und Absteigen wird es bei einigen Fahrradtypen eng für den Fahrer. Das Kind ist Insekten, Wind und Wetter voll ausgesetzt. Wichtig: Am Steuerrohr des Lenkers befestigte Sitze sind nur für kleine Kinder bis 15 Kilo erlaubt. Nie größere Kinder in diesem Fahrradsitz transportieren, da sich die Kinder in den Speichen verletzen können.

Fahrradsitz-Heckmodelle: Ein über oder auf dem Gepäckträger montierter Fahrradsitz hat höhere Lehnen und ist für größere Kinder zugelassen. Vorteile: Das Kind ist bei Unfällen oder widrigem Wetter besser geschützt. Bei längeren Fahrten kann es - besonders bei verstellbaren Rückenlehnen - bequem schlafen. Nachteile: Der Fahrer sieht das Kind nicht. Die Rahmen, vor allem bei Damenrädern, geraten durch den Fahrradkindersitz ins Flattern. Manchmal stoßen Fahrer oder Fahrerin beim Treten mit der Ferse gegen die Fußstützen des Kindes.

Liegerad

Ein Liegerad ist ein Fahrrad mit einer nach hinten geneigten Sitz- bzw. Liegeposition. Es verfügt im Unterschied zu einem herkömmlichen Fahrrad anstatt eines Sattels über einen Netz- oder Schalensitz. Das Tretlager und die Pedale sind vorne angebracht. Die meisten Liegeräder sind nicht schwieriger zu fahren als gewöhnliche Fahrräder; abhängig vom Liegeradtyp und der Lenkerform kann allerdings eine kurze Eingewöhnungsphase erforderlich sein.

MIV
motorisierter Individualverkehr

Motorisierter Individualverkehr. Kraftfahrzeuge zur individuellen Nutzung wie Pkw und Krafträder (Zweiräder, welche zu 100 % durch Motorleistung fahren wie Motorräder, Motorroller und Mofas) werden als motorisierter Individualverkehr (Akronym: MIV) bezeichnet. Auch Quads und Trikes zählen zum motorisierten Individualverkehr.

Mountainbike

Ein Mountainbike (MTB) (englisch für Bergfahrrad) oder Geländefahrrad ist ein Fahrrad, das besonders auf den Einsatz abseits befestigter Straßen ausgerichtet ist. Grundsätzlich ist das Geländerad ebenso wie das Rennrad eher Sportgerät als Verkehrsmittel, weshalb es üblicherweise nicht über die von der in Deutschland geltenden Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) geforderte Ausstattung (Beleuchtung, Klingel und Rückstrahler) verfügt.

Multimodalität

Im Bereich der Verkehrswissenschaften wird unter Multimodalität die routinemäßige Nutzung verschiedener Verkehrsmittel (Modus) auf unterschiedlichen Wegen verstanden. Der betrachtete Zeitraum variiert hierbei und liegt meistens zwischen einer Woche und einem Monat. Während die Multimodalität Bezug zu einer Menge an Wegen nimmt, wird bei der Intermodalität nur ein Weg betrachtet.

Nationaler Radverkehrsplan 2002–2012

Ziel des Nationalen Radverkehrsplanes ist es, für den Zeitraum 2002 bis 2012 in Deutschland neue Wege und Umsetzungsstrategien zur Radverkehrsförderung zu initiieren, Handlungsempfehlungen zu geben und insgesamt einen Beitrag für ein fahrradfreundliches Klima zu leisten (Auszug).

Nationaler Radverkehrsplan 2020

Der jetzige NRVP (NRVP 2020) gilt für die Jahre 2013 bis 2020 und schließt sich nahtlos an den ersten NRVP (NRVP 2002-2012) an. Inhaltlich handelt es sich nicht um eine reine Fortführung, sondern um eine Weiterent­wicklung, weil die Radverkehrsförderung auf die neuen verkehrspolitischen und gesellschaftlichen Herausfor­derungen ausgerichtet wird. Als Teil einer integrierten Verkehrs- und Mobilitätspolitik zielt er über die Förderung des Radverkehrs hinaus auf eine Stärkung des so genannten Umweltverbunds aus Öffentlichem Personen­nah­verkehr (ÖPNV), Fuß- und Radverkehr insgesamt (Auszug).

NRVP-Portal im Internet
Die Internetplattform www.nationaler-radverkehrsplan.de wird erstellt im Auftrag des Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

Gezielte Vermittlung von Informationen über den Stand der Technik, gute Beispiele, erfolgreiche Modellprojekte und aktuelle Forschungsergebnisse für die Praxis vor Ort mit Förderung des Bundes vor allem durch die Fahrradakademie und das Fahrradportal des Nationalen Radverkehrsplans (www.nrvp.de).

ÖPNV
öffentlicher Personennahverkehr

Als öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) wird der Personenverkehr als Teil des öffentlichen Verkehrs (ÖV) im Rahmen der Grundversorgung auf Straße, Schiene und Wasser im Nahbereich bezeichnet.

Parkstreifen

Entlang einer Fahrbahn verlaufender Streifen zum Parken (Längs-, Schräg-, Senkrechtparkstreifen).

Pedelec

Elektrorad, dessen elektrische Fahrunterstützung nur durch Pedalieren / Treten abgefordert werden kann. Pedelecs sind keine Kraftfahrzeuge.

Qualitätsmanagementsystems für den Radverkehr (BYPAD)

Gewinnung wegweisender Erkenntnisse zum Radverkehr, beispielsweise durch die Entwicklung eines Qualitäts-managementsystems für den Radverkehr (BYPAD) auf EU-Ebene in verschiedenen Programmen und Projekten.

Querungshilfe

Bauwerk im Verlauf einer Straße, welches Fußgängern und ggf. Radfahrern das Überqueren der Fahrbahn erleichtert; meist als Fahrbahnteiler (Verkehrsinsel) ausgeführt.

Radschnellweg

Ein Radschnellweg oder Fahrradschnellweg ist eine spezielle Art des Fahrradwegs, der die Attraktivität des Fahrrades als Alltagsverkehrsmittel auch bei mittleren Entfernungen zwischen 5 und 20 km erhöhen soll. Dazu werden die Wege so gebaut, dass Reisezeiten und Energiebedarf der Radfahrer minimiert werden. Der Begriff Radschnellweg ist dabei weder eine offizielle Bezeichnung im Sinne der StVO, noch kommt er in den derzeit gültigen deutschen Regelwerken zum Straßenbau vor.

Um Reisezeiten und Energieverbrauch gering zu halten, werden Radschnellwege als Vorfahrtsstraßen angelegt. Andere Hauptverkehrsstraßen werden weitgehend niveaufrei gekreuzt. Die Trassierung orientiert sich mit ca. 35 km/h an Geschwindigkeiten schnellerer Radfahrer.

Fahrbahnbreiten von ca. 4-6 m erlauben nebeneinanderfahren bzw. gleichzeitiges Überholen in beiden Fahrtrichtungen. Die Schnellwege werden möglichst von Fußgänger­wegen separiert. Die Anschlüsse an das restliche Straßennetz sollen ein zügiges Ein- und Ausfahren ermög­lichen. Eine hochwertige, witterungsunabhänge Fahrbahnoberfläche verringert Energieverbrauch und sichert hohen Fahrkomfort bei allen Wetterlagen. Winterdienst und Straßenbeleuchtung sorgen für Sicherheit und Akzep­tanz im Winter und bei Dunkelheit.

Landschaftserlebnis und Erholungsfaktor, wie sie bei Radwanderwegen wichtig sind, spielen bei Radschnell­wegen eine geringere Rolle. Von Bedeutung kann aber sein, sie abseits von stark Kfz-befahrenen Straßen zu führen, um die Nutzer vor Lärm zu schützen.

Die Kosten von Radschnellwegen sind sehr stark abhängig vom Anteil Brücken und Tunnel und den notwendigen Trassierungsarbeiten. In den Niederlanden werden 0,5 bis 2 Mio. Euro Baukosten pro Kilometer Radschnellweg (inkl. Beschilderung und Beleuchtung) kalkuliert.

Radverkehrsanlage

Eine Radverkehrsanlage ist vorrangig oder ausschließlich für die Benutzung mit dem Fahrrad vorgesehen. Sie kann baulich hergestellt oder durch Markierungen gegen benachbarte Verkehrsflächen abgegrenzt sein. Im Regelfall, also im engeren Sinne, bezieht sich das Wort auf Anlagen für den fließenden, also fahrenden Radver­kehr, wie beispielsweise Radwege mit oder ohne Benutzungspflicht, Radfahrstreifen, Schutzstreifen, aufgeweitete Radaufstellstreifen. Im weiteren Sinne können auch Fahrradabstellanlagen mitgemeint sein.

Radwanderweg

Für Freizeit- und Erholungszwecke der Radfahrer besonders eingerichtete und nach Möglichkeit zusammen­hängende Wegstrecken, die abschnittsweise auch auf Wegen des sonstigen Verkehrs verlaufen können.

Radweg

Straßenbegleitender oder selbständig geführter Weg für den Radverkehr.

Radweg, selbstständiger; Radweg, selbstständig geführter

Von anderen Verkehrswegen unabhängig trassierter Radweg.

Rennrad

Ein Rennrad ist ein Fahrrad, das für den Gebrauch als Sportgerät bei Radrennen konstruiert wurde. Es zeichnet sich durch eine leichte Bauweise und die Reduktion auf die zum Fahren erforderlichen Teile aus (also z. B. keine Gepäckträger, Schutzbleche, Licht etc.).

Sesselrad

Ein Sesselrad (auch Scooterbike) ist ein Fahrrad, das über einen Sitz mit Lehne verfügt. Weil sich das Tretlager deutlich vor dem Sitz befindet, werden Sesselräder zu den Liegefahrrädern gezählt, auch wenn die Position nicht liegend ist. Ein Sesselrad kombiniert den Komfort von Liegerädern mit der hohen Sitzposition aufrechter Fahrräder. Der Sitz ist stuhlartig geformt und hat eine hohe, meistens mit Stoff bespannte Rückenlehne. Die Lehnenneigung des Sitzes ist deutlich steiler als beim klassischen Liegerad. Dadurch sitzt der Fahrer aufrecht.

Standstreifen

Befestigter Seitenstreifen für das Halten in Notfällen.

Straßenbaulast

Als Straßenbaulast bezeichnet man sämtliche mit dem Bau, der Unterhaltung und dem Betrieb von Straßen und Wegen zusammenhängenden Aufgaben und Pflichten. Verantwortlich für die Erfüllung dieser Aufgaben und Pflichten ist der so genannte Straßenbaulastträger. Der Begriff der Straßenbaulast ist rechtssystematisch nicht mit sonstigen Baulasten verwandt.

Die Straßenbaulast bezieht sich nicht nur auf die Straße bzw. den Weg als solches, sondern erstreckt sich auch auf die zugehörige Straßenausstattung, Bauwerke (wie etwa Brücken, Tunnel, Lärmschutzwände) sowie straßen­begleitende Grün- und Gehölzflächen.

Straßennetz

System von Straßen und deren Knotenpunkten.

Straßenverkehrsgesetz

Das Straßenverkehrsgesetz beinhaltet neben weiteren Rechtsnormen die grundlegenden Regelungen zum Straßenverkehr in Deutschland.

Straßenverkehrsordnung

Die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) der Bundesrepublik Deutschland ist eine Rechtsverordnung, die Regeln für sämtliche Teilnehmer am Straßenverkehr festlegt.

Transportrad

Das Transportrad (Lastenrad) dient der Bewegung großer oder schwerer Lasten mit Pedalantrieb. Neben einspurigen Varianten sind auch häufiger Dreiräder zu finden, je nach Aufgabe, Zweck und Einsatzgebiet verschiedener Konstruktion und auch mit verschiedenen Aufbauten ausgerüstet.

Einige moderne Lastenräder sind sogar entsprechend einem Sattelzug aufgebaut, mit dreirädrigem Zugfahrrad und verschiedenen kuppelbaren Anhängern oder Aufliegern. Die verschiedenen Konstruktionen weisen unterschiedliche Verbreitung auf, sie unterscheiden sich zudem auch betreffend ihres Nutzwertes in Arbeit und Freizeit.

Trekkingrad

Ein Trekkingrad (auch ATB, engl. All Terrain Bike) ist ein Fahrrad mit Vollausstattung und in der Regel 28-Zoll-Bereifung, die für leichtes Gelände (Schotter, Waldwege) ausgelegt ist. Trekkingräder haben eine Rahmengeo­metrie vom Rennrad, sind jedoch mit Schutzblechen, Gepäckträgern sowie meistens auch Lichtanlage sowie Cantileverbremsen (meist V-Brake) ausgerüstet. Als Schaltungen finden sowohl Ketten- als auch Nabenschaltun­gen Verwendung.

Die Bereifung beim Trekkingrad ist breiter als bei einem Rennrad, jedoch schmaler als bei einem Tourenrad. Oft entsprechen diese Fahrräder auch den gesetzlichen Anforderungen für den Einsatz im Straßenverkehr (Dyna­molicht, Reflektoren usw.) und sind mit Schutzblechen ausgestattet. Je nach Preisklasse sind diese Fahrräder auch mit viel zusätzlichem Komfortmerkmalen wie z. B. Nabendynamo, Federgabel oder Scheiben­bremsen ausgestattet.

Ein Trekkingrad hat in der Regel einen Gepäckträger, um Packtaschen zu transportieren, sodass auch längere Fahrradtouren oder kleinere Radreisen möglich sind. Bei vielen Trekkingrädern können Lowrider an der Gabel angebracht werden. Das Trekkingrad ist nicht mit einem Reiserad mit angepasster Geometrie vergleichbar, durch die erhöhte Belastung ist mit reduzierter Fahrstabilität zu rechnen.

Vattenfall Cyclassics

Die Vattenfall Cyclassics (bis einschließlich 2005: HEW-Cyclassics) sind ein deutsches Radsport-Eintagesrennen und finden jedes Jahr im Juli, August oder September in Hamburg statt.

Das Rennen wird seit 1996 ausgetragen, von 1998 bis 2004 gehörte es zum Rad-Weltcup. Mit dessen Ende wurde es Teil der neu eingeführten UCI ProTour, einer Serie der wichtigsten Radrennen des Jahres, und zudem Teil der neuen Deutschen Meisterschaft (TUI-Cup). Nachdem 2009 die Deutschland Tour aus finanziellen Gründen eingestellt wurde, war es das einzige ProTour-Rennen auf deutschem Boden. Seit 2011 gehört das Rennen zur Nachfolgeserie UCI World Tour. Sponsor und Namensgeber ist Vattenfall Europe Hamburg, die die Hamburgischen Electricitäts-Werke (HEW) übernommen haben. Im März 2012 verlängerte der Weltradsportverband Union Cycliste Internationale (UCI) die World Tour-Lizenz des Rennens bis 2016.

Verkehrsrecht

Das Verkehrsrecht ist Teil des Verkehrswesens und umfasst im weitesten Sinne sämtliche Rechtsnormen, die mit dem Verkehr, also der Ortsveränderung von Personen und Gütern in Verbindung stehen. Es ist sehr komplex, da es sich aus verschiedensten Vorschriften des öffentlichen Rechts und des Privatrechts zusammensetzt. Aufgrund der Verschiedenheit der zu regelnden Anforderungen kann es nur schwerlich in einer Kodifikation erfasst werden und ist daher einer detaillierten Gesetzgebung unterzogen. Neben der Sorge für eine funktionierende Verkehrsin­frastruktur ist das Verkehrsrecht eines der beiden großen Aufgabenbereiche der Verkehrspolitik.

Verkehrsteilnehmer

Verkehrsteilnehmer im straßenverkehrsrechtlichen Sinne ist, wer öffentliche Wege, Straßen und Plätze im Rahmen des Gemeingebrauchs benutzt. Es ist unerheblich, ob die Teilnahme bewusst erfolgt. Auch eine versehentliche Teilnahme ist somit möglich.

Dabei ist ein verkehrserhebliches Verhalten, das Einwirken auf einen Verkehrsvorgang, die Voraussetzung, um Verkehrsteilnehmer sein zu können.

Verkehrswacht
Deutsche Verkehrswacht (DVW)

1924 wurde die Deutsche Verkehrswacht als gemeinnütziger Verein gegründet. Die Hauptaufgaben der größten und ältesten Bürgerinitiative im Bereich der Verkehrssicherheit sind seitdem Verkehrserziehung und Verkehrsaufklärung. Hauptziel ist der Schutz von Leben und Gesundheit aller Verkehrsteilnehmer.

Verkehrswegenetz

System von Verkehrswegen und deren Knotenpunkten.

Verkehrszeichen

Verkehrszeichen (kurz VZ) sind an der Straße in Form von Schildern aufgestellte oder auf der Fahrbahn markierte Symbole, Schriften oder Linien, die zur Beeinflussung oder Regelung des Straßenverkehrs dienen. Sie sind Teil der Straßenausstattung und werden behördlich angeordnet. Neben den üblichen dauerhaften Verkehrszeichen gibt es auch Wechselverkehrszeichen.

Zweiradkriminalität

Gemeint sind hier v.a. Straftaten rund um das Fahrrad, insbesondere der Diebstahl von Fahrrädern oder Fahrradteilen.